Sonntag, 28. Februar 2010

Nachts U-Bahn fahren kann ja so unterhaltsam sein!

Jaja, da stieg ich also eben nichts ahnend um kurz nach 4 in die U4, den komischen Gummigeruch sind wir bei der VGF ja inwzischen gewohnt. Ich hielt diesen immerhin drei Stationen aus, doch als ich entdeckte, dass sämtliche Sitze dampften, wollte ich an der Konstablerwache doch den Wagon wechseln. Sicher ist sicher. Der einzige Mitpassagier mit orientalischem Migrationshintergrund (oder wie ist der politisch korrekte Begriff von 2010?) meldete den ungewöhnlich starken Gestank pflichtbewusst dem Fahrer. Löblich, mir gings eigentlich am -sorry- Arsch vorbei. 
Im mittleren Wagon wartete ich dann zehn Minuten; leider war der Geruch nicht grade lieblicher, auch mein Terroroutfit á la Fasching (ist ja erst zwo Wochen her) mit Schal über das halbe Gesicht gezogen half nicht weiter. Nach Ablauf der Wartefrist durften wir aussteigen: "Zug defekt". Ach nein, wirklich? Wie die nur auf so abstruse Ideen kommen... Ich hielt es für sicherer, die letzten gut zwanzig Minuten im Nieselregen heimzulaufen; immerhin hat es keine Minusgrade mehr, wobei ich mir 'ne Sommerbrise auch anders vorstelle. Wenigstens funktioniert hierbei die Selbsttäuschung perfekt: während ich in der U-Bahn den Lungenkrebs förmlich wachsen spürte, kam mir die mit kleinen Feinstaubpartikeln verseuchte Luft quasi wie frische Landluft vor. 
Auf der Münchner wurde ich dann von einem netten jungen Mann gefragt, ob ich ihn nicht begleiten wolle. Schade nur, dass er es partout nicht schaffte, Reissverschluß, Knopf und Gürtel seiner Hose zuzumachen. Ich lehnte stillschweigend ab.
Und ja, ich hab den verschmorten-Gummi-Gestank immer noch in der Nase. Wie war das mit RMV auf Platz 7 der wunderbarsten Verkehrsgesellschaften Europas? Hat mich einer gefragt?
Es lebe Frankfurt. Zu Fuß oder in der Bahn - immer was zu erzählen..
Nachtrag: Meine Haare stinken nach RMV. Juhu!

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