Donnerstag, 4. März 2010

Best of... Prague

März 2010

McDonald's, KFC, Starbucks - bin ich in Amerika?
C&A, Hornbach, Schlecker - bin ich in Deutschland?
Also zum shoppen sollte man nicht grade nach Prag gehen, außer den obligatorischen H&Ms und New Yorkers findet sich eigentlich nix Neues. Der Westen lässt grüßen. Grade die drei erstgenannten Ketten lassen sich durchaus an jeder Straßenecke finden. Umso verwunderlicher ist, dass ich keinen einzigen Burger King gesehen habe.
Aber davon abgesehen ist Prag eine wunderschöne Stadt, voll mit barocken und gothischen Bauten, Kirchen, Schlössern, selbst die "stinknormalen" Häuser sind aufwändig verziert und mit Stuck besetzt, wie man es hier in Frankfurt nur noch an ganz wenigen Exemplaren bewundern kann. Prag ist übrigens kleiner als erwartet, wer wie ich ein gutes Laufpensum hat, kommt innerhalb von drei Tagen mit den wichtigsten Sachen durch. Ich hätte die Stadt nur gerne vor 20 Jahren gesehen, als noch nicht jedes Gebäude der Innenenstadt einen Souvenirladen beherbergte. Aber ja, EMPFEHLENSWERT! Nur sollte man sich ernsthaft überlegen, in den Sommermonaten zu gehen, es war doch recht kalt..
Die Tschechen selbst sind optisch nicht grade beglückt (ohne hiermit jemandem zu nahe zu treten wollen, das ist meine ganz subjektive Meinung und bekanntlichermaßen bestätigen Ausnahmen ja die Regel), spielsüchtig (noch nie habe ich so viele Casinos auf einem Fleck gesehen, es waren soviele, dass diese unmöglich nur für Touris gedacht sein können) und schnell (die Rolltreppen sind geschwindigkeitstechnisch ungefähr dreimal so schnell wie in Frankfurt!). Von Metro und Straßenbahn war ich übrigens durchaus begeistert, auch die sind schnell und kommen sehr häufig, man muss eigentlich nie länger als drei Minuten warten. Einziger Haken: kurz nach 12 fährt schon die letzte. Dafür ist das Ticket umso billiger: nur 18 Kronen (zum Vergleich: 26 Kronen sind ein Euro) kostet eine Einzelfahrt! Man sollte aber auch darauf achten, wo man hingeht, auf dem Hauptplatz zahlte ich für zwei Cappuccino 230 (!) Kronen.
In der Innenstadt ist neben den üblichen Touristenattraktionen übrigens ein toller Jazzclub namens Agharta. Kostet zwar stolze 250 Kronen Eintritt, dafür ein halber Liter Pivo=Bier nur 45 Kronen (und das Bier ist so gut wie sein Ruf). Ist auch von vielen Touris frequentiert, aber die tägliche Livemusik hat ein hohes Niveau.
Also alles in allem ist die Stadt sehr empfehlenswert, man sollte unbedingt einmal im Leben da gewesen sein!
Gelernt habe ich: Sleva: Sale, Prestup: Transfer, Výstup: Exit und Pozor: Caution. Toll, gell?



Das "Goldene Gäßchen", in der Nummer 22 lebte Franz Kafka






Das "Tanzende Haus", errichtet Mitte der 90er und inspiriert durch Fred Astaire und Ginger Rogers
Der alte jüdische Friedhof, das erste Grab ist aus dem 15. Jahrhundert, das neueste aus dem 18.
Astrologische Uhr am Rathaus, zu jeder vollen Stunde erscheinen oben die zwölf Apostel

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