Samstag, 17. April 2010

Reclaim Your Streets//City Rave - Luminale//Lichtparade

Gestern am Freitag war es wieder soweit, erneut eroberten Hunderte Frankfurter, iniitiert von den lokalen Subkulturgruppen und Organisationen KönICHreich, Club Kiew, Frankfurt Finest Messengers, SIKS, Fixiestube, Rythm Of Resistance, Neonfruit und Graffiti Reasearch Lab Frankfurt, ihre Straßen wieder. Dieses Mal war das Motto "Lichtparade", als eine Art Gegenaktion der bis gestern andauernden "Luminale" hier in unserer Stadt. Treffpunkt war um 21 Uhr der Grünring der Taunusanlage und pünktlich um 22 Uhr setzte sich der Zug von Fußgängern und Fahrradfahrern in Bewegung. Angeführt wurde er von einigen Trommlern und Musikern, die ihrerseits wiederum von einem hochmotivierten jungen Mann geleitet wurde, der dank seiner Gestik und Trillerpfeife auf amüsante Weise an einen Verkehrspolizisten erinnerte. Kleine Anmerkung am Rande: Aufgrund der Reflektoren der Westen sind die Photos der "Band" leider nichts geworden.
Neben den Trommlern gab es noch zwei mobile Musikanlagen, die Minimal, House und Drum 'n' Bass-Musik ertönen liessen. Eine von diesen war auf einen Rollstuhl, die andere auf ein umgebautes Fahrrad montiert worden. Für Erfrischungen sorgte ein Jägi/Bier/Wodka-Wagen (alles zum erschwinglichen Preis von 2 Euro zu erwerben), der erwartungsgemäß im Nullkommanix ausverkauft war. Gut gelaunt und mit vielen Unterbrechungen ging es die Grünanlage bis zum Willy-Brandt-Platz lang, dann folgten wir hinter der Oper  den von der Polizei abgesperrten Straßen bis ans Mainufer und auf der "Hibbdebach"-Seite des Flußes wurden verschiedene Punkte der Luminale besichtigt. Am längsten hielten  wir uns unter den Brücken auf; die jeweilige Akkustik und das Echo beschworen eine ganz besondere Magie herbei. Das Finale fand dann im Westhafen statt, über die Friedensbrücke gelangte die Menschenmenge auf die "Insel" und wurde dabei durch ein etwas mickriges, aber gut gemeintes Feuerwerk empfangen. Am Ziel angekommen gab es wieder Bier (Hurray!) und Würstchen beziehungsweise Sojaschnitzel zur Verpflegung zu kaufen. Gegen ein Uhr morgens löste sich die Versammlung langsam auf, man verteilte sich auf Locations wie Tanzhaus West, Lola Montez oder Club Voltaire.
Alles in allem war dies eine gelungene Aktion und ein stimmungsgeladener Abend, den mehr Leute begleiteten, als ich erwartet hätte. Immer wieder gerne!



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