Sonntag, 28. August 2011

Tulum


Der nächste Stopp auf meiner Reise war Tulum in Yucatán. Ich fuhr in einem Bus der zweiten Klasse hin, weil das Ticket wirklich unglaublich viel preiswerter war und ich auf der 2. Klasse-Fahrt davor bei einer anderen Busgesellschaft positive Erfahrungen gesammelt hatte. Tja, dieses Mal nicht. Der Bus war uralt, die Klimaanlage funktionierte kaum und die Fenster liessen sich nicht öffnen, das heisst, je tiefer man in den Bus ging, desto mehr stank es nach Füssen. Ich muss glaub ich gar nicht erwähnen, dass mein Platz natürlich ganz hinten war. Ausserdem waren da ungefähr zehntausend Kinder, die einen Heidenlärm veranstalteten. Eine dieser Mistkröten sass direkt hinter mir und trat mir ununterbrochen in den Rücken. Es war eine wirklich nette Nachtfahrt von ungefähr 11 Stunden. Ich könnte mich fast an diese schöne Art zu reisen gewöhnen.
Irgendwann mitten in der Nacht kamen ein paar Soldaten oder so in den Bus, die die Taschen von insgesamt vier Leuten durchsuchten. Ich gehörte - wie könnte es anders sein - dazu. Komisch. Lieber Herr Durchsucher mit vermutlich sehr kleinem Penis: Nur weil ich zwei Taschen dabei habe, bedeutet dies nicht, dass eine davon randvoll mit Kokain ist. Danke.
Morgens früh um 6 Uhr ungefähr waren wir in Tulum. Ich bekam das nur mit, weil eine Handvoll Leute aufstand, von der ich annahm, sie wollten auch dort aussteigen. Durchsage oder ähnliches gab es keine. Der Busfahrer schien diesen Halt eh vergessen zu haben, denn anstatt uns wie üblich am Busbahnhof rauszulassen, befanden wir, ich und drei andere, uns plötzlich einfach am Straßenrand wieder.

Aber Tulum selbst ist schön. Also in der Stadt oder viel mehr dem Dörfchen kann man wirklich NICHTS machen, aber ich hab mir eine Cabaña (kleines Hüttchen) direkt am Strand gemietet und konnte mich herrlich sonnenbaden. Die Mayastätten von Tulum waren auch ganz in der Nähe, einen Fussmarsch von nur zehn Minuten entfernt. Dies hat natürlich zur Folge, dass da unglaublich viele Touristen sind, ganz anders als in Yaxchilán.
Wer entspannen will und nicht mehr als weissen Strand, türkisenes Meer und zur Abwechslung ein paar Ruinen braucht, dem sei Tulum wärmstens ans Herz gelegt. Aufregung gibt es hier kaum, das Spannendste, das mir passierte, war ein Stromausfall in der Pizzeria, in der ich sass.









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