Freitag, 12. August 2011

Cienfuegos

Von allen Städten, die wir auf Kuba besuchten, war Cienfuegos die mit Abstand langweiligste. Hin fuhren wir mit der Buslinie Víazul, die zwar sehr komfortabel ist, aber eine ganze Stunde zu spät kam (wie war das doch gleich mit dem Warten?). Dort wie in allen anderen Städten wohnten wir in einem casa particular, das uns unsere Vermieter in Havanna organisiert hatten. Das gleiche Spiel fand in Trinidad und Santa Clara statt, alle standen miteinander in Kontakt um sich darüber zu informieren, wann wir wo ankämen. Gute Vernetzung beziehungsweise Vetternwirtschaft, ist aber durchaus verständlich. Eine Hand wäscht die andere. Es ist übrigens durchaus üblich, dass am Flughafen und an den Busbahnhöfen dutzende Menschen mit Namensschildern in der Hand warten. Teilweise ist auf denen sogar das Herkunftsland notiert. So wurden auch wir in allen Städten immer direkt abgeholt, zum Glück.Viel kann man zu Cienfuegos nicht sagen. Wer sich für eine Kubareise entscheidet, kann dieses Städtchen getrost auslassen. Es ist nicht ganz so abgewranzt wie Havanna, man hat hier versucht, wenigstens den Schein zu wahren und einen Grossteil der Häuser in hellen Pastellfarben gestrichen. Dort befindet sich übrigens der wohl traurigste Markt auf dieser Welt. In einer grossen, dreckigen Fabrikhalle gibt es einige wenige Stände, die eine handvoll Zwiebeln und ein paar verschrumpelte Bananen verkaufen. Mehr nicht. Das war kein bunter, vollgestopfter Markt, es war ein Trauerspiel.Ausser zwei Spaziergängen, einen davon ganz net Richtung Meer, haben wir nur geschlafen und gelesen, weil es absolut nichts zu sehen oder zu tun gab. Schrecklich. Dann lieber schnell nach: 







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