Freitag, 26. August 2011

Yaxchilán und Bonampak

Weiter ging es nach Palenque. Die Stadt selbst ist furchtbar – furchtbar hässlich und furchtbar heiss, daher keine weiteren Kommentare oder Photos dazu.
Von Palenque aus machte ich zwei Touren, die erste führte mich nach Yaxchilán und Bonampak. In Yaxchilán besuchte ich meine ersten Mayaruinen. Um dorthin zu gelangen, musste ich den Bus um 6 Uhr morgens nehmen. Insgesamt dauerte die Tour geschlagene 11 Stunden. Meiner Ungeplantheit zum Dank habe ich auch verpeilt, dass die Ruinen von Palenque nicht mit den Ruinen von Yaxchilán gleichzusetzen sind. Das hab ich erst später erfahren und musste dementsprechend die weitaus näher gelegenen Ruinen von Palenque auslassen. Naja, ich hab’s überlebt.

Um zu den Yaxchilán-Ruinen zu gelangen, muss man hin und zurück jeweils ungefaehr eine Dreiviertelstunde lang mit einem Boot über einen Fluss tuckern, der die natürliche Grenze zu Guatemala darstellt. Yaxchilán selbst bedeutet “Ort der grünen Steine” und wird datiert auf die Zeit zwischen 250 bis 900 n.Chr. Grob gesagt kann man Yaxchilán in vier Orte aufteilen: Der Hauptplatz, die große und die kleine Akropolis und die Tempel des Südens. Ist eine ziemliche Kraxelarbeit, alle Ruinen zu erreichen. Vor allem die Templos del Sur liegen schwierig. Zu ihnen führt ein 90 Meter langer Weg, der steil nach oben geht, ohne Befestigung, der Boden feucht und rutschig. Ich war dort auch ganz alleine und überall kreuchte und fleuchte und summte und brummte es. Da bekommt man schnell Visionen von fleischfressenden Riesenspinnen, die ahnungslose Touristen überfallen.. Yaxchilán ist übrigens die beste Möglichkeit, seinen usprünglich neuen Converse Schuhen einen trendy “used look” zu verpassen.
Aber sonst war es wirklich lohnenswert. Sehr beeindruckend, wie die Maya damals gebaut haben und wie gut erhalten alles ist. Aber urteilt selbst anhand der Photos.





Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Bonampak, eine weitere Ruinenstadt, nur viel kleiner. Hier kann man Höhlen mit recht gut erhaltenen Wandgemälden besuchen. Am lustigsten war aber die endlose Treppe, die man erklimmen musste. Einige der Treppenstufen waren so schmal, dass man die Fuesse vor allem beim Abstieg seitlich zu platzieren hatte, um stabilen Halt zu bekommen. Von unten beobachtet erinnerten die Menschen doch stark an das Computerspiel “Lemmings” aus den 90ern hihihi.

Nach dem Kalender der Maya geht die Welt übrigens am 21. Dezember 2012 unter. Seien wir gespannt. 






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