Montag, 17. Oktober 2011

D.F.

Mein eigentlich letzter Stopp führte mich nach Mexico City, D.F., das ich bequem mit dem Flugzeug von Guatemala aus erreichte. Dort traf ich mich mit einem alten Freund aus San Sebastián, den ich seit Jahren nicht gesehen hatte. Nach einem knappen Monat voller Abenteuerurlaub hatte ich in D.F. angekommen kein großes Interesse mehr, noch spannende Sachen zu erleben. Bis auf den Ausflug nach Teotihuacán unternahm ich also nicht mehr viel. 
Vom Torre Latinoamerica, im Zentrum der Stadt gelegen, aus hat man eine tolle Aussicht auf die sich bis an alle Horizonte erstreckende Stadt, die einigen Definitionen nach als die größte weltweit gilt. Auf dem Zócalo gab es zu der Zeit, als ich da war, viele Demonstrationen und Informationszelte gegen den aktuellen Präsidenten. Das Museo Nacional de Antropología ist so gigantisch, dass man locker mehrere Tage dort verbringen kann. Und auch sonst haben die zahlreichen Viertel architektonisch wie shopping-technisch so viel zu bieten, dass die wenigen Tage, die ich dort verbrachte, nicht mal annähernd ausreichten.
Kurios war übrigens das Metro fahren: auch zur Rush Hour (ganz besonders bei Regenschauern ein Horror, wie viele Menschen sich in einen Waggon drängeln!) gab es immer wieder Verkäufer, die den Fahrenden ihre Ware feilbaten: neben jeglicher Form von Snacks und Getränken gab es oftmals Blinde, die mit einem Discman ausgestattet lärmend mexikanische Schnulzenmusik oder Euro Trash der 90er vorspielten und versuchten, die CDs an den Mann zu bringen. Noch kurioser war, dass man selbst Mathehefte oder Wasserpistolen kaufen konnte. Wer's schlau anstellt, bleibt einfach den halben Tag sitzen und hat am Ende genug eingekauft, um in Sachen Essen, Kleidung und Wohnungstaustattung vollkommen ausgerüstet zu sein!











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