Montag, 11. Juni 2012

BloodyCon - 09. Juni: Der Feueralarm + Ian Schnappschuss

Die Sache mit den Photos.
Also, die Eigenwerbung der Veranstalter lautet ja, dass sie seit 20 Jahren Erfahrung in der Organisation von Conventions hat. Nur leider hat man an diesem Wochenende von Organisation selbst nicht viel mitbekommen. Das Photoshooting mit Ian war eine Katastrophe. 
Erstmals lag das auch ein bißchen an ihm, ich nehme an wegen des Jetlags kam er 20-30 Minuten zu spät zu dem Shooting. Inzwischen hatte sich eine Schlange gebildet, die sich nicht nur durch das gesamte Erdgeschoss zog, sondern sogar noch im 1. Stock weiterging. Die Menge an Fans, die ein Photo wollten, war nicht mehr zu überblicken. Am Anfang war auch noch alles soweit okay, man hatte sich auf lange Wartezeiten eingestellt und als bekannt wurde, dass Ians Session verlängert wurde, waren alle erstmal beruhigt. Unglaublich zäh und langsam ging die Schlange voran. Anders als Paul und Zach wollte Ian sich etwas Zeit nehmen für die Fans und wechselte mit den meisten ein, zwei Sätze während des Photographierens. Jede Münze hat zwei Seiten: einerseits ist es wirklich toll, wenn sich ein so beliebter Star ein bißchen Zeit nimmt und sich nicht einfach nur abknipsen lässt sondern sich bemüht, mit den Fans zu connecten, andererseits war das angesichts der tausenden von Menschen, die auch ein Photo wollten, fast schon eine Kamikazeaktion. Als ich schon ein gutes Stück voran gekommen war, erschien plötzlich Ian! Der Saal Reger, in dem das Shooting stattfand, war verbunden mit dem Saal Schumann, in dem das Merchandise verkauft wurde. Dahinter war ein kleiner Gang, der zu einer Treppe führte. Und da war er! Ich selbst sah nur einen Hut (typisch) und viele Menschen, die Security, und ging erst ärgerlich davon aus, dass die Schlange umgeleitet würde. Bevor ich mehr realisierte, war er schon weg. Gute zehn Minuten später hörte man oben Kreischen, ich sah aber nichts. Dann knipsten die Fans am Treppenhaus und ich lief schnell in den Salon Schumann, wo ich mit viel Glück diesen tollen Snapshot machen konnte.
Danach lief das Shooting weiter, während draußen bei den Fans die Stimmung langsam begann zu kippen. Die Organisatoren waren heillos überfordert, die Crew wusste selbst nicht, was zu tun ist. Plötzlich wurden die Leute, die nur ein Tages- und kein Wochenendticket hatten, bevorzugt, sehr zum Ärger der Fans, die ihre Tickets schon vor Monaten gebucht hatten. Die Menge wurde immer aufgebrachter und zur allgemeinen Verunsicherung trug bei, dass plötzlich mehrere Schlangen gebildet wurden und keiner, weder Fans noch Veranstalter noch Security, mehr wusste, wie man vorgehen sollte. Die vorangeschrittene Zeit und die Tatsache, dass auch im 1. Stock sich die Schlange nicht zu verringern schien, setzte alle noch mehr unter Druck. Immer lauter wurde die Verärgerung wegen der Bevorzugung von Gruppen, die nicht so lange gewartet hatten, kund getan. Die Crew reagierte entweder schnippisch oder den Tränen nahe, während es im Hotel Maritim immer lauter und konfuser wurde. Als ich in einer (der inzwischen zahlreichen) Schlangen stand, insgesamt schon fast vier Stunden übrigens, bei der es hieß, die Wahrscheinlichkeit, noch dran zu kommen, sei "hoch", ging der Feueralarm plötzlich los. Obwohl kaum einer glaubte, dass der Alarm echt wäre, mussten trotzdem alle ihren Platz räumen. Auch diejenigen, die nicht gehen wollten, hatten keine Chance: Ian war längst durch einen Hinterausgang geflohen. Wer den Alarm ausgelöst hat, weiß man nicht und wird man wohl auch nie wissen: ein verärgerter Fan oder jemand aus Versehen? Oder doch, wie ich ja vermute, jemand der FedCon bzw. des Maritim Hotels, der wusste, dass die Situation am Rande der Eskalation und unkontrollierbar geworden war... Ian garantierte später per Twitter, dass die Veranstalter unschuldig waren, aber ich habe trotzdem meine Zweifel.
So oder so war das Shooting vorbei. Im Endeffekt bekamen die, die im Saal Reger schon Phototickets (wieder 50,00 €) gekauft hatten, einen Gutschein oder das Geld zurück, später wurde bekannt, dass diejenigen mit Tagestickets am nächsten Tag umsonst reinkämen und bevorzugt behandelt werden würden. Wieder gab dies genug Stoff zum Aufregen für viele Leute, mich eingeschlossen.
Unfair oder nicht, das Shooting war vorbei und wir hatten ja noch das Panel, auf das wir uns freuen konnten. Was ich nicht verstehe bei der ganzen Sache: Die Tickets, die man vorher gekauft hatte, waren nummeriert und selbst wenn man nicht nach diesen Pässen ginge, ließe sich das Problem mit irgendeiner Art von Einteilung, Nummerierung lösen. Bei den Autogrammen (ich habe keins geholt, die kosteten auch wieder 50,00 €/Ian bzw. 45,00 €/Paul) ging man ja auch nach Nummern, erst die Personen zwischen 000 - 200, die sich dafür angemeldet hatten, dann 200 - 400 etc. Geht doch! Aber bei den Photos ging das wohl nicht. Ein absolutes Desaster und wirklich peinlich, wie das abgelaufen ist.
Ich persönlich hatte das Glück, wenigstens den Schnappschuss gemacht zu haben und nahm mir, so wie viele andere hier, vor, am nächsten Tag noch viel früher aufzustehen.


Ian!

Immerhin von hinten..

Und endlich dreht er sich um!!

Feueralarm - Notausgang

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