Freitag, 14. September 2012

Exenberger

Bruchstraße 14/Ecke Textorstraße (Südbahnhof)
Mo - Sa 11:00 - 23:00, So geschlossen

Erstaunt muss ich feststellen, dass ich bisher noch nie im Exenberger gegessen habe - es war immer voll! Um der Verhungerung vorzubeugen reservierten wir also vorsorglich. Der Laden ist recht klein, unten ist Platz für vielleicht 15 Personen (schlagt mich tot, wenn die Schätzung schief ist) und ein paar Treppenstufen weiter auf der Empore ebenfalls nochmal. Beim Blick in die Karte fällt sofort auf: betrinken werde ich mich hier nicht, die Getränkepreise sind nämlich wirklich ordentlich! Dafür hat das Essen textorstraßengemessen humane Preise. Die Küche geht in Richtung deftig/deutsch mit Frankfurter Einschlag. Groß ist die Auswahl nicht und gerade Vegetarier müssen sich auf eine kleine Karte beschränken, aber es gibt auch noch fünf Tagesgerichte an der Tafel (in dem Fall zwei Fisch-, zwei Fleisch- und ein vegetarisches Gericht). 
Bestellen muss man unten an der Theke (mal wieder, das kennt man ja aus vielen Läden inzwischen). Mein Freund und ich wählen zwei Sauergespritzte, die es leider nur in klein (also 0,25l á 1,70 € und nicht 0,3l wie in Apfelweinwirtschaften, wozu das Pendant definitiv das 0,5l-Glas ist) gibt. Wir bekommen ein Schild mit unserer Tischnummer für den heutigen Abend: bestellt wird zwar unten, geliefert wird aber trotzdem. Der Laden ist klein genug, dass man das System ändern könnte, aber nun gut. Als wir nach einiger Zeit unsere Schoppen immer noch nicht bekommen haben und inzwischen zu dritt sind, wird uns ein 4er Bembel (6,80 €) mit Flasche Wasser (4,70 € - uff!) empfohlen. An Speisen wählen wir das Frankfurter Schnitzel (8,90 €), Spirellinudeln mit Haschee (7,30 €) und von der Wochenkarte Semmelknödel mit Pfifferlingen in Rahm (9,90 €). Die Speisen sind, anders als unser Trinken zuvor, im handumdrehen da. Auf meinem Teller sind zwei kleine Schnitzel mit Kartoffelscheiben mit Schale und Grüner Soße in einem Schälchen seperat. Die Schnitzel sind zwar ein gutes Stück kleiner als in einer traditionellen Frankfurter Wirtschaft, aber das ist auch ganz gut so, da man gar nicht in Versuchung kommt, sich zu überessen. Die Grie Soß' ist gut, die Schnitzel auch genau wie die Kartoffeln, alles nicht ausgefallen, aber gut. Auch die Semmelknödel sind okay, aber der Rahmsoße fehlt Pfiff - an Pfifferlingen hingegen wurde nicht gespart. Das Haschee schmeckt auch, ist nur persönlich nicht mein Fall. Alles ist ziemlich mächtig, aber lecker. Zum Glück lassen wir Platz für den Nachtisch, Marillenknödel (mit Semmelbröseln marinierter Knödel mit Fruchtfüllung) und Schokopudding mit Vanillesoße für je 2,50 €. Der Schokopudding ist gut, aber wenig und nichts besonderes, der Marillenknödel hingegen ist wirklich super - auch wenn der eine etwas angebrannt war - !
Im Allgemeinen ist das Exenberger eine nette Kneipe. Man sitzt auf Dauer etwas unbequem auf den Holzhockern, aber wer's nicht im Kreuz hat, kommt auch damit zurecht. Der Service ist okay, weder besonders freundlich noch besonders unfreundlich.
Bezahlt wird wieder unten an der Theke. Erst später, als wir lange weg sind, die unangenehme Überraschung: die zwei zu Beginn bestellten Apfelwein, die wir nie bekommen haben, stehen auch auf der Rechnung. Das müsste nicht sein.


Fazit: Die Getränkepreise lassen einen echt schlucken und das mit dem an der Theke bestellen finde ich persönlich eh doof, das Essen ist nicht außergewöhnlich, aber gut. Ich komme wieder und überprüfe beim nächsten Mal direkt meinen Beleg.








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