Donnerstag, 11. Oktober 2012

Buchmesse Tag 2 - Zeh, Goetz, Ford

Eigentlich ist das doch eine schöne Vorstellung: Autoren, Verleger, Lektoren, Journalisten, Kritiker und Interessenten sitzen in den kleinen Ständchen mit Kaffeetassen an kleinen Tischchen, sind umgeben von hunderten von Büchern und tauschen sich über Magie und Macht des geschriebenen Wortes aus. So sieht in meiner romantisch-verklärten Sichtweise der Alltag auf einer Buchmesse aus.

Heute ging es für mich los um 13:00 am Stand der ZEIT, an dem Juli Zeh ihren neuen Roman "Nullzeit" vorstellte. Bedingt durch ihre Popularität hatte sich eine recht ansehliche Menschentraube gebildet, die ein Durchkommen nahezu unmöglich machte. Frau Zeh befand sich im Gespräch mit der Literaturkritikerin Iris Radisch. Beide Frauen sprachen deutliche und klare Sätze ohne "ääähs" und unterhielten sich eher wie Freundinnen. Radisch befragte Zeh erst zum Thema Tauchen, das in ihrem Buch eine große Rolle spielt (auch der Titel ist aus dem Taucherjargon) und Zeh erklärte, dass sie selbst seit drei Jahren Hobbytaucherin sei. Um 13:10 verkündigte Iris Radisch den chinesichen Schriftsteller Mo Yan als frisch gekürten Literaturnobelpreisträger. Zeh fragte locker "Seien Sie mal ganz ehrlich - kennen Sie den?", was auch Radisch verneinen musste. Danach wurde eine Stelle aus "Nullzeit" verlesen. Radisch befragte die Autorin über ihre Einstellung zu Deutschland. "Es gibt ein sehr zeitgenössisches Gefühl der Überforderung", meinte Juli Zeh, wir wären heutzutage einem "zuviel" ausgesetzt und fühlten die Bürde, etwas an den weltpolitischen Umständen ändern zu müssen. Sie selbst versuche, diese Emotionen nicht an sich zu lassen, ihr Protagonist Sven hingegen fliehe sogar davor.
Sven, der Tauchlehrer, kann dahingehend analysiert werden, dass er niemanden wirklich an sich ranlässt und nur unter Wasser vermag, Liebe zu empfinden. Die beiden anderen Hauptcharaktere, Jola und Theo, führen eine destruktive Beziehung, die teilweise soweit geht, dass sie ihm unter Wasser das Ventil zudreht und somit die Luft abschneidet. "Sie spielen mit den Extremen", so Zeh, testeten Grenzen aus, die sie teilweise in Lebensgefahr bringen. Sie selbst habe so eine Beziehung in ihrem Bekanntenkreis erlebt, in der ihre Freunde, obwohl eigentlich stark und gebildet, in ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis geraten wären, während man sich als Außenstehender fragen würde, wieso sie sich nicht trennten. Zeh meinte, am Ende täte es immer beiden Leid und der Moment, in dem sie sich schwörten, nie wieder so gemein zu sein, würde ein "intensives Liebessituion" evozieren.
Auf die Frage, inwiefern sie sich selbst in ihren Figuren wiederfände oder ob sie eine vielleicht sogar hassen würde, meinte Zeh, sie würde alle Charaktere mit Eigenschaften, Wesenzügen oder Berufen, die etwas mit ihr zu tun haben, versehen. In diesem Fall sei die intensivste Identifikation mit Sven, dem Ich-Erzähler, und Jola, die in Tagebuchsequenzen ebenfalls aus der Ich-Perspektive erzählt.
Radisch stellte die These auf, dass der gesamte Literaturbetrieb, also auch ihre Branche der Kritiker, sich der großen Bedeutung der Schriftsteller gar nicht bewusst sei. Zeh stimmte dem zu und meinte, sie fände es schön, als Autor auf einige Kritiken antworten zu können, wie es früher eher üblich gewesen war. Heutzutage müsse man "souverän schweigen" um sich nicht wie "eine beleidigte Leberwurst" zu fühlen.
Danach redeten die beiden Frauen wieder über den Roman, der am Ende Züge eines Thrillers annimmt. Juli Zeh erklärte, dass sie gewollt habe, dass der Text sich wirklich schließe, da er kein "Beliebigkeitsding" sei, deswegen nähme alles Fahrt auf wie eine Art Befreiungsschlag. Es sei eine Zwischenform aus Suspense, gut und schnell lesbar, aber ohne Verzicht auf den literarischen Anspruch. Diese Mixform gäbe es in der deutschsprachigen Literatur erstaunlich selten, man würde es eher im angloamerikanischen Raum finden. Am Ende gibt es keine konkrete Auflösung, da man nicht mit absoluter Bestimmtheit sagen könne, wer gelogen hat. Sie wie auch die Leser könnten zwischen den Versionen hin- und herschwanken, das Ende sei "eine Summe aus verschiedenen Perspektiven und Möglichkeiten". Juli Zeh, die selbst als Juristin gearbeitet hat, weiß aus ihren persönlichen Erfahrungen vor Gericht, dass bereits wenige Stunden oder Tage nach dem Ereignis die Erinnerung zu verschwimmen beginnt. Je länger etwas her ist, desto weniger weiß man, was wirklich war. Sie habe Meineide vor Gericht erlebt, die aus vollkommener Überzeugung, man würde die Wahrheit sagen, geleistet wurden. Deswegen würde eine der Protagonistinnen Sven auch raten, alles aufzuschreiben, weil er es eventuell mal brauchen könne (im Zweifel vor Gericht). Damit war das wirklich nette Gespräch nach vierzig Minuten vorbei.

Zu meinem Glück entfernten sich genug Leute und ich konnte mir einen Platz in der ersten Reihe ergattern und freute mich auf Rainald Goetz. Juli Zeh gab indessen Autogramme und auch zu Iris Radisch kamen einige Zuschauer mit den verschiedensten Anliegen. Der eine wollte selbst Literaturkritiker werden, der andere bat sie, einen literarischen Text zu rezensieren. Auch Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, ließ sich blicken.

Rainald Goetz, einst zappeliger Punkliterat (dazu empfehle ich dieses Video, ab Minute 2:40 wird's lustig), ist jetzt ein zappeliger Intellektueller, um einiges kleiner, dafür aber auch weniger wütend als erwartet (aber gut, die 1980er sind vorbei). Die Pressephotographen wurden im Vorfeld darum gebeten, ohne Blitz zu photographieren, da Goetz das nicht mögen würde. Goetz selbst wirkte absolut überdreht und aufgeregt, konnte keine Sekunde lang still halten und versuchte, sein Wasserglas zum Mikrophonständer umzufunktionieren, wodurch er mit Ijoma Mangold, der das Interview führen würde, den Platz tauschen musste und für einiges an Chaos sorgte. Im Endeffekt ergab Mangold sich und hielt einfach beide Mikrophone. Außerdem stellte Goetz auf einem Tischchen gegenüber eine Videokamera auf, was Mangold mit "Rainald Goetz ist ein Medienjunkie!" kommentierte, der alles dokumentieren wolle. Dies war auch der direkte Einstieg für die erste Frage; das Performative spiele eine Rolle... Ein wild gestikulierender Goetz erklärte, er fände Auftritte wie diesen unangenehm, würde sie aber machen, um die "Präsenzallergie zu überwinden". Er zog die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek als Beispiel heran, von der er meinte, sie sei eigentlich nicht berechtigt, Theaterstücke zu machen, wenn sie ihre Sozialphobie und das damit verbundene Nichterscheinen bei den eigenen Premieren nicht überwinden könne. Er selbst würde dies aber auch nicht mögen, da er "sprechend, redend nicht zu fassen" bekäme, was er denke. Mangold wies auf das Paradoxum hin, dass ausgerechnet bei Goetz die Öffentlichkeit sehr interessiert an seinen Auftritten wäre (was natürlich auch, siehe Video oben, an dem Auftritt 1983 beim Ingeborg-Bachmann-Preis liegt). Goetz erklärte, dass er sich noch gehemmter fühle, nachdem ihm gesagt wurde, wie er immer agiere.
Dann sprachen die Männer über "Johann Holtrop", Goetz' neuesten Roman. Dieser sollte ursprünglich ein Politik- und kein Wirtschaftsroman werden, bis der Autor nach umfangreichen Recherchen bemerkte, dass diese "aus verschiedenen Gründen nicht zum Resultat" führten. In dem Zusammenhang sprach er auch über Politiker, so fand er Joschka Fischer unmöglich.
Goetz dachte, es würde immer so sein, dass er quasi die Ich-Figur bliebe, aber seit "Loslabern" 2009 bemerkte er, er müsse sich "vollkommen von der Ich-Gestalt entfernen". Er sei "unfassbar fasziniert" ab 2006 von dem Wirtschaftsboom gewesen, alle hätten gespürt, dass es bald krachen würde. Zu der Zeit waren plötzlich die Wirtschaftsseiten der Zeitung die spannendsten gewesen. Mangold bezeichnete ihn als "glänzenden Machtanalytiker" und Goetz erläuterte, dass er viele Sitzungen im Bundestag erlebt und analysiert habe, die Blicke, die Abwendungen. Die Politik stünde mehr unter besonderem Beobachtungsdruck als die Wirtschaft. Mangold meinte, die Figur des Johann Holtropp erinnere an Thomas Middlehoff von Bertelsmann, der spätere Retter der KarstadtQuelle AG, der sich im Roman am Ende vor den Zug werfe. Goetz winkte aufgeregt ab und rief "es ist viel geiler!" und las die Stelle vor, in der Holtropp stirbt. Seine Hand, die das Buch hielt, zitterte dabei leicht, aber er las stark betont und ruhig vor.
Der Literaturkritiker stellte fest, er sei überrascht, dass Goetz inzwischen zu einem "Konstrukteur eines Plots" geworden sei, denn früher war er ein Avantgardist, der die klassische Erzählform zerschredderte. Goetz sagte, dass Holtropp eigentlich, "was viel grausamer gewesen wäre", weiterleben lassen wollte, er aber eines Nachts erwacht wäre und sich gesagt habe: "Und wenn er einfach stirbt?!" Zum ersten Mal sei sein Text nicht im "Duo Spannung zwischen ich und Text" geschrieben, er habe viel mehr an den Leser gedacht und Bezug auf diesen genommen. In "Holtropp" treten nicht nur Wirtschafts- sondern auch Medienleute auf wie beispielsweise Leo Kirch oder Friede Springer. Diese werden entweder mit genialer Eitelkeit und Narzissmuss oder aber durch "mittelmäßige Dumpfbackigkeit" porträtiert. Mangold irriterte etwas, dass Goetz als Niklas Luhmann-Fan, der die Unwahscheinlichkeit des Funktionierens des Systems postulierte, darüber gar nicht schreibe. Goetz bekräftigte, dass dies eine "Mangelstelle" sei. Er entnehme das Resonanzen auf den Roman. Anders als bei früheren Texten har er nur Lektor und Verleger das Buch lesen lassen und und diesbezügliche Signale der beiden zurückgewiesen. Mangold zeigte sich beeindruckt, dass Goetz als Autor im Nachhinein auf negative Kritiken Rückbezug nahm und zugeben kann "vermutlich hat mein Roman eine Lücke". Früher habe Goetz immer aus der Wut heraus geschrieben, doch das habe sich etwas geändert... wieviel Goetz stecke denn in Holtopp? Sei der Hass denn auch Selbsthass? Goetz bestätigte dies, er habe ihn aufgeladen mit allem, was er an sich selbst verabscheue. Es sei wie die Fehler, die man am Morgen der Ausnüchterung bemerke.
Danach sprach Mangold den Dokufilm "Black Box BRD" an, der viele Freunde und Familie von Alfred Herrhausen (Vorstand der Deutschen Bank und prominentes Opfer der RAF 1989) zu Worte kommen. Bei seinem Nachfolger, der spricht, dominiert die "Blasiertheit des Auftretens", er hielte sich nicht nur für einen genialen Banker sondern auch noch für einen "unglaublich klugen Weltdurchschauer". Diese Figur trete auch in Goetz' Buch auf. Wie ist er auf die Figur gekommen? Goetz antwortete, er habe in den Wirtschaftsteilen und -magazinen sämtliche Porträts und Interviews gelesen und verwies auf das Buch "Die da oben" aus dem Suhrkamp-Verlag. Es sei für ihn ein "extrem lustvoller Vorgang" gewesen, sich in Situationen, die zwischen den Leuten geschehen, und nicht in die Menschen selbst hineinzuversetzen. "Der letzte Auftritt eines grandiosen Supertrottels", die treffende Analyse des Schriftstellers, "sehr polemisch aber sehr wahr". Er als Autor sei ja selbst eine "Figur der Macht", so Mangold. "Nein, nein, nein, nein, nein!!!" wehrte sich Goetz bestimmt. "Was sie meinen ist Einfluß, nicht Macht!". Er habe das "herrliche Privileg", freier Autor zu sein, "man steht außerhalb", deswegen gäbe es besondere Erkenntnismöglichkeiten. Auch die Frage nach dem moralistischen Motiv winkte er ab. Freundlich zueinander sein sei das Ideal, aber "je länger man soziale Situationen miterlebt, desto mehr entstehen ethische Vorstellungen, die abzulehnen sind." Er habe (echte) Leute als Figuren wahrgenommen, das spiegele sich in der Moralproblematik des Buches wieder.
Zum Schluß packte er eine Beilage mit dem Titel "Medienknecht 2012" aus der gestrigen FAZ aus und hielt eine Doppelseite voller Photos hoch. "Das ist ein ganzer Roman hier als Beilage, der muss nur verwirklicht werden!" rief er und wedelte mit den Blättern in der Luft. Dann war auch dieses Gespräch nach vierzig Minuten beendet. Es war höchst amüsant und der überdrehte Rainald Goetz wirkte wirklich sehr sympathisch.

Ich ging weiter zum ARD-Forum, wo ab 15:00 der Schriftsteller Richard Ford im Gespräch war. Dabei kam ich am gläsernen Hörfunkstudio vorbei (ja, da sitzen Moderator und Interviewpartner wirklich wie die Affen im Zoo hinter Scheiben), wo Lothar Matthäus (hat der etwa auch seine Memoiren geschrieben) eine herrlich uninteressante Anekdote erzählt, wie er einst Maradona mal ein Paar Fußballschuhe geliehen und diese dann lose, durch jede zweite Öse geschnürt, zurückbekommen habe. Als der Interviewer aber etwas von den Frauengeschichten, die ihm bestimmt stinken würden, sagte, war Matthäus erstaunlich schlagfertig: "Nein, die stinken mir gar nicht, die waren angenehm!", antwortete er grinsend.

Auf der Hauptbühne bei ARD hatten sich derweil Richard Ford und der Moderator eingefunden. Denis Schenk, der Moderator gestand auch sogleich, dass er den Termin für das Gespräch auf 15:00 Uhr angesetzt hatte, um Ford zum etwaigen Gewinn des Literaturnobelpreises gratulieren zu können. Beide waren sich aber einig, dass es gut sei, China den Preis verliehen zu haben. In China müsse wegen der Unterdrückung Kunst politisch sein. Richard Ford, ein älterer Mann, war sehr höflich und gab mit ruhiger Stimme bedachte Antworten, die vom Interviewer dann nochmal auf Deutsch übersetzt wurden.
Der Anfang des Buches, so Schenk, sei der meistzitierte dieser Saison, ein "catchy beginning". Ford sagte, "it took me about a month to write these lines", weil sie immer wieder falsch klangen. Eigentlich fangen all seine Bücher mit "Christina" an, dem Namen seiner Frau, mit der er seit 44 Jahren verheiratet ist. Er ehrt sie dadurch, weil sie ihn auch in jungen Jahren immer unterstützt hat, außerdem "she is my first reader". Ford wurde darauf angesprochen, dass er oft die Perspektive eines jungen Menschen wähle. Auch in "Canada" ist das teilweise wieder so, da der Roman in Abschnitten auch in der Vergangenheit spielt. Es sei "a traditional way" retrospektiv zu erzählen, meinte er, mit 15, 16 Jahren befinde man sich auf der Schwelle des Erwachsen werdens, dem Dreh- und Angelpunkt im Leben.
Der Moderator sprach ihn auf seine Dyslexie an und fragte, wie man denn damit Schriftsteller werden könne. "First of all because it disqualifies you from everything else", antwortete Ford trocken. Er hatte eigentlich Anwalt werden sollen, hätte es bedingt dadurch aber nicht gekonnt. Durch das langsame, aber beständige Lesen kam er zum Schreiben. Er musste sich jenseits des Kognitiven bewusst auf den Text einlassen und habe so aus der Schwäche eine Tugend gemacht.
Die nächste Frage bezog sich auf das eigentliche Thema des Romans, "crossing borders", sowohl im wörtlichen Sinne (USA/Kanada) als auch im übertragenden (Jugend/Erwachsenenalter). Wie er es wagen könnte, als Nordamerikaner sein Buch ausgerechnet "Canada" zu nennen, ironisierte der Moderator. "We're free to write about people who are not ourselfs", man könne auch als Nichtschwuler über Schwule schreiben. Jedes Mal, wenn Ford nach Kanada geht, überkäme ihm eine Erleichterung, denn der Alltag dort sei weniger fordernd als in Amerika, obgleich er gerne Amerikaner sei. Aber trotzdem empfinde er so und deswegen wollte er dies in einem Buch festhalten. Man habe als Autor seitens dem Leser eine Verpflichtung, ihm etwas zu geben, was er vorher nicht wusste. Was er denn dadurch gelernt habe? Die klare Antwort "Well... that I could do it." Die Vorbereitung habe zwanzig Jahre gedauert, eine kleine Empfehlung gab er auch: "You have to read past the first paragraph!"
Denis Schenk bat ihn, sich noch etwas mehr über das Buch zu äußern. Es ginge wie erwähnt um Grenzüberschreitungen aber auch um die Zerstörung der Illusion einer Familie. Der Junge bleibt zurück weil die Eltern eine Bank überfallen. Die eine Grenzüberschreitung sei die nach Kanada, die andere symbolisch nach den Morden im Hotel. Die Macht käme daher, von einem Zustand in einen anderen überzugehen.
Danach wurde es politisch. Ob denn der Präsident der Vereinigten Staaten wirklich der mächstigste Mann sei oder doch irgendein Vorstandsvorsitzender? Ford amüsierte sich. Kunst in den USA sei nur ein Zeitvertreib und habe keine politische Macht. Anders als die FAZ würde die New York Times nie bei ihm anrufen um ihn zur Politik zu befragen. Inwiefern die Aufsichtsräte Macht besäßen, darum drehe sich die Wahl. Er selbst habe Obama gewählt (Applaus aus dem Großteil des Publikums). Man brauche die Wahlen, damit Amerika sich klar werden könne, was momentan geschähe und wichtig sei, nur um es daraufhin wieder ignorieren zu können.
Die letzte Frage war, was "the function of literature" sei. "That's very easy", meinte Ford. Für ihn ginge es darum, zu einem neuen Bewusstsein zu kommen.
Somit war das Gespräch nach zwanzig Minuten vorbei. Ford wirkte, wie bereits erwähnt, freundlich und cool. Schenk übersetzte übrigens wirklich ausgezeichnet.


Das waren die Impressionen vom zweiten Tag der Buchmesse, dem 11. Oktober 2012.


Juli Zeh und Iris Radisch

Goetz, Mangold und das Mikro


Zuhören


Inspiration!!


Loddar




Richard Ford



Wolfgang Gründinger

Piratin Julia Schramm


Juli Zeh auf der SZ-Bühne

Richard David Precht


Clemes J. Setz lässt eine Bombe fallen ("aber nur eine kleine"): Das Derrida-Zitat "Am Anfang war die Wiederholung" in seinem Roman "Indigo" stammt gar nciht von Jacques Derrida, sondern von ihm selbst.

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