Samstag, 17. November 2012

Café Mozart

Töngesgasse 23-25 (Konstablerwache)
Mo - Sa: 08:00 - 21:00, So: 09:00 - 21:00

Schaumig

Rote Sesselchen an schmalen Tischlein

(Wenn's nicht so kalt wäre) gäbe es eine nette Terasse in der Töngesgasse


Die Töngesgasse gehört wie beispielsweise auch der Sandweg zu den absolut unterschätztesten Straßen dieser Stadt, die im Schatten ihrer namenhafteren Nachbarn (Zeil bzw. Berger Straße) stehen. Dabei gibt es unheimlich viel zu entdecken. Hier tummeln sich Ramschläden neben Perlen, skurrile Geschäfte neben alteingesessenen Einrichtungen. 
In der Töngesgasse befindet sich das Café Mozart, das es laut Website seit 1915 gibt. Das ist beeindruckend wenn man bedenkt, wie schnell Kneipen in Frankfurt wieder schliessen. Beim Eintreten merke ich sofort: Der Altersdurchschnitt liegt jenseits der 65. Die Einrichtung ist altertümlich, aber gemütlich, die kleinen runden Tischchen sind mit roten Sesselchen umstellt. Obwohl es ein gewöhnlicher Freitagnachmittag ist, ist das Café enorm voll. Viele der Senioren lesen zwar Zeitung, dennoch herrscht keine steife Atmosphäre, sondern ein anregsamer und zugleich entspannter Geräuschpegal. Preislich ist das Café definitiv nicht mein Niveau. In der Glasvitrine an der Theke gibt es eine große Kuchenauswahl. Ich wähle den Aprikosenkuchen, der im Endeffekt wohl eine der günstigsten Varianten (3,30 €) ist. Er schmeckt gut, haut mich aber auch nicht vom Hocker. Mein Milchkaffee (3,80 €) wird mit einer riesigen Schaumkrone gebracht und ist exzellent. Das Mozart hat auch herzhafte Gerichte auf der Karte. Das Standartmenü umfasst umgefähr 15 Gerichte, die nichts für den klammen Geldbeutel sind. Das wechselnde Mittagsmenü kann sich auch ein Normalsterblicher leisten.

Fazit: Das Café Mozart wirkt bewusst antik, hat aber viel Charme. Als Student empfehle ich allerdings andere Cafés.

Kommentare:

skFFM hat gesagt…

ich war neulich mit meiner mum dort. der geruch von alten menschen wenn man den laden betritt ist krass, aber dennoch war es mal entspannt in einen café zu sitzen, wo weniger ein hedonistisch veranlagtes szenevölkchen am start ist.

Isabella Caldart hat gesagt…

Haha ich war auch mit meinter mutter dort :D
wir wurden gluecklicherweise von keiner penetranten duftwolke empfangen..

Mattlo hat gesagt…

Ich gehe ab und zu in meine Mittagspause auf einen Cappuccino ins Mozart (stets ohne meine Mutter). Schlechte Luft konnte ich noch nie feststellen.