Dienstag, 9. Juli 2013

Café Größenwahn

Lenaustraße 97 (U5 Glauburgstraße)
Täglich 16:00 - 01:00  (Küche 18:00 - 23:00, danach Kleinigkeiten)

Das berühmt-berüchtigte Größenwahn, eine Größe (hoho) in der Frankfurter Gastronomieszene, ein must-know and must-love im alternativ/coolen Bereich, also, ab geht's, schauen wir uns das mal an.

Das Größenwahn ist wirklich wunderbar an der Ecke Lenaustraße/Nordendstraße gelegen, die Terrasse ist groß, gemütlich, ruhig, auch innen überzeugt es durch das schlichte Holzdesign ohne jeglichen Schnickschnack. Selbst unter der Woche muss man mit Wartezeiten rechnen, um hier (bei gutem Wetter natürlich draußen) einen Tisch zu ergattern. Wer sich zu helfen weiß, setzt sich einfach auf die Parkbänke und speist dort. Recht geschickt jonglieren die jungen Kellnerinnen mit den Gästen und setzen sie im Zweifel an andere Tische ("Die neuen Gäste müssen den Spielplatz im Auge behalten") und so bekommen wir nach einer guten Viertelstunde auch einen Platz. Die kleinen, runden Tische eignen sich allerdings nicht, um mehrere Teller problemlos zu platzieren. Am Nachbartisch werden die Getränke kurzerhand auf den Boden gestellt - das Klientel ist locker. 
Eine feste Karte hat das Größenwahn nicht, also bekommt man immer Abwechslung auf dem Teller. Wir bestellen marinierten Ziegenkäse (5,00), Salat mit Oliven und Feta (9,00) und den Frankfurter Klassiker Grüne Soße mit Eiern und Kartoffeln (8,50). Alles wird recht zügig mit Brot serviert. Die Grüne Soße ist wirklich lecker, nur sind die Kartoffeln leider schon lauwarm, das Dressing des Salates ist sehr gut, wenn auch nicht herausragend, der Ziegenkäse ist zwar anders, als erwartet, dafür ist der aber in der Tat herausragend mariniert mir Knoblauch, Pfefferkörnern, Chilischoten und Öl. Das Essen macht insgesamt einen sehr guten Eindruck und vor allem Lust auf mehr. Das ganze kombinieren wir mit alkoholfreiem Radler (vmtl. 3,60) und großem Sauergespritzen (vmtl. 3,60). Die Getränke sind leider etwas zu warm (gerade für die Temperaturen), außerdem ist der Ebbelwoi etwas lahm und zischt nicht richtig. Was soll's, unserer Laune tut das keinen Abbruch. Die Kellnerinnen sind eine Spur überfordert, bleiben aber trotzdem sehr freundlich, die Gäste an den Nachbartischen nett, die Atmosphäre lädt zum Verweilen ein.

Fazit: Den Sauergespritzten beim nächsten Mal gerne kühler, ansonsten ein gelunges Abendessen, das das gute Image des Größenwahns bestätigt. Gerne bald wieder!








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