Freitag, 4. Oktober 2013

Aschaffenburg: Theater Klause

Metzgergasse 7, Aschaffenburg
Mo, Mi-So ab 17 Uhr, So und Feiertag auch 11:30-14:00 Uhr




Die Theater Klause liegt, wenn auch ein bisschen versteckt, zentral gelegen in der Innenstadt Aschaffenburgs. Innen wirkt sie etwas altbacken, bei der Terrasse hat man sich mit Blumen und Pflanzen aber Mühe gegeben, das Beste herauszuholen. Wir setzen und warten zunächst rund fünf Minuten, bis uns endlich die Karten gebracht werden. Die Speisen sind schnell gewählt: Tomaten- und Gurkensalat mit Schafskäse (8,50 €) als Vorspeise, danach Rumpsteak mit Kräuterbutter, Pommes und Beilagensalat (17,50 €) und frische Pfifferlinge mit Semmelknödel (11,90 €). Dazu gibt es Tegernseer aus dem Steinkrug (0,5 l zu 3,00 €). Obwohl wir explizit sagen, dass wir die Speisen teilen, wird uns der Salat von der Kellnerin, die sich den ganzen Abend als freundlich, aber unaufmerksam entpuppt, doppelt gebracht. Nicht weiter schlimm, der eine geht zurück und wir erfreuen uns an bissfesten Gurken und Tomaten mit knackigem Salatblättern und würzigem Schafskäse. Der Salat ist überaus erfrischend und lecker, das milde Dressing rundet das simple, aber empfehlenswerte Essen perfekt ab. Ergänzt wird das Gericht durch Olivenbaguette. Dafür ist das Pils leider eine Enttäuschung. Es stellt zwar eine gewisse Herausforderung dar, ein Bier im Steinkrug gut zu zapfen, aber dass es innerhalb kürzester Zeit mit Abstehen des Schaums auf zwei Drittel schrumpft, ist nicht Sinn der Sache. Leider geschieht das beim zweiten Bier genauso.
Die Hauptgerichte bergen gute wie schlechte Überraschungen. Das Rumpsteak ist scharf angebraten, aber leider nicht mehr medium, wie bestellt, sondern schon leicht zäh. Die zu den Pommes frites nachbestellte Mayo wird schlichtweg vergessen, der Beilagensalat samt Radieschen, Karotten und Sonnenblumenkernen nicht so gut wie der der Vorspeise. Die Pfifferlinge haben die perfekte Konsistenz, sind frisch und nicht zu weich gekocht, die beiden Semmelknödel sind ausgezeichnet und definitiv hausgemacht. Leider schwimmen Knödel und Pilze in einer Soße, von der wir sehr stark vermuten, dass sie auf Tütenbasis basiert. Insgesamt sind die Hauptspeisen mit Abstrichen gut, kommen aber nicht an die Vorspeise heran. Das Dessert hingegen, Marillenknödel in Vanillesauce (5,40 €) ist wieder beachtenswert. Die Kellnerin warnt uns vor, dass wir zwanzig Minuten warten müssten, da der Nachtisch frisch zubereitet würde, und die Wartezeit lohnt sich auch. Die Mischung aus warmen Teigknödel mit Aprikosenfüllung und kalter Vanillesauce ist perfekt.
Generell ist die Theater Klause ein Restaurant, das man durchaus besuchen kann, für das man aber nicht unbedingt nach Aschaffenburg fahren muss.


Ursprünglich geschrieben für und gesponsert durch Journal Frankfurt - Rhein-Main Geht Aus!

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