Freitag, 25. Oktober 2013

Street Art in Brazil: Führung Teil 1/Rund um die Schirn

Die rund anderthalbstündige Führung durch einige der öffentlichen Street Art-Werke brasilianischer Künstler, organisiert durch die Schirn anläßlich ihrer am Wochenende endenden Ausstellung, begann mit einem kleinen Vortrag über die Geschichte der Street Art. Die ältesten Wandmalereien habe man in Frankreich gefunden und datierten 15.000 Jahre zurück. Das moderne Graffiti entstand Ende der 1960er Jahre in New York, als ein Botenjunge auf seinen Touren seinen Namen auf die Wände, an denen er vorbeikam, schrieb. Andere imitierten ihn und fingen an, ihre Tags zu verschönern, um sich von der Menge abzuheben. Der internationale Startschuss für diese Bewegung war ein Bericht darüber in der New York Times. In Brasilien kam der Trend wegen der Diktatur erst Jahrzehnte später an. Inspiriert durch Mexico (hier aber früher durch die Regierung bezahlt, die Analphabeten die Parteiprogramme näher bringen wollte) werden in Brasilien oft "murales", also großflächige Wände für die Bilder verwendet.
Die Hausfassaden, die im Rahmen der Ausstellung bemalt wurden, werden vermutlich wieder geweißt werden. Dies hängt von den Besitzern jeweils ab.


Artist: Zezão, Sao Paulo
70 Meter langes Werk, Artist ist seit Mitte der 1990er aktiv, lebt seit dem Tod seiner Eltern aber sehr zurückgezogen, geht mit den "Flops", so nennt er seine Formen, auf die Architektur ein, macht seine Arbeiten oft an Orten, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind





Artists: Jana Joana und Vitché, Sao Paulo
Die beiden arbeiten seit 15 Jahren zusammen, die Motive sind oft afrikanisch, indigen, christlich inspiriert


Artist: Gais, Rio de Janeiro
Ausschließlich abstrakte Motive, geht oft auf die nahe Umgebung ein und bildet diese ab oder verfremdet sie

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