Montag, 3. Februar 2014

Offenbach Urban Safari Teil I

Ich persönlich gehöre ja zu den Leuten, die Offenbach quasi nur vom Hörensagen kennen und  gezielt wie kürzlich zur Bomber-Ausstellung, aber nie "einfach nur so" zum unbeliebten Anhängsel Frankfurts fahren. In vielen Städten weltweit kenne ich mich besser aus als in Offenbach. Ist die Stadt schön oder hässlich, spannend oder langweilig? Ich wusste es nicht. Allerdings habe ich schon öfter von Leuten gehört, die gebürtig nicht aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, dass Offenbach einen viel besseren Ruf habe als Frankfurt (shocking!!).
E-Mails, die schon im Betreff Begriffe wie "Safari" und "gewonnen" haben, werden von mir eigentlich umgehend gelöscht. Zum Glück hatte ich die E-Mail mit genau diesem Betreff in einem Moment der Eingebung doch durchgelesen. Und siehe da: Sie stammt von Urban Media Project, die unter anderem den Blogs OFlovesU.com (Facebook: Like Offenbach) betreiben und genau das verlosten - eine "Urban Safari" durch Offenbach samt Führung, Essen, Kulturprogramm und Übernachtung im Sheraton Hotel.

Erstes Beschnuppern

Startpunkt war im Büro von Urban Media Project am Platz der Deutschen Einheit. Die drei Jungs, die oben genannten Blog betreiben, erklärten ihr Anliegen: Sie wollten mit der Urban Safari ihren Raumfinder, eine Börse für Wohnungen, bekannter machen, damit dort nicht nur Gesuche, sondern auch Angebote eintreffen. Generell bieten sie thematische Touren zum Buchen an, Esskultour, Offenbach bei Nacht, Design in Offenbach und dergleichen. Auf der Safari verknüpften sie diese Touren zu einer Art Best Of. Insgesamt 3x2 Plätze wurden verlost.



Erste Station, nachdem wir uns am Willy-Brandt-Platz viele Beispiele für wirklich idiotische (ich kann es nicht anders ausdrücken) Stadtplanung kommentiert hatten - ein Gebäude davon im Brutalismus-Stil und ja, die AfE-Sprengung sollte am Folgetag sein - war das Standesamt, das früher auch als Rathaus genutzt wurde.

"Guerilla"-Aktion: Wir fragten im Haus der Stadtgeschichte nach, ob wir ganz kurz ein paar Modelle anschauen könnten, die beweisen, dass Offenbach früher als Gartenstadt angelegt war. Die alte Dame hakte nach, wer wir genau seien.  Als die Jungs von OF loves U sagten, sie haben Gäste aus Frankfurt und Umgebung hier, denen sie Offenbach zeigen möchte, antwortete sie ganz trocken: "Damit die sehen, dass selbst Offenbach ein bißchen zu bieten hat." Wir durften rein.

Lithographie in Offenbach - noch heute werden in alten Kellern oft Steinplatten gefunden


Der Lili-Tempel: Goethe war insgesamt sechs Mal in Offenbach (da wurde wohl akribisch mitgezählt) und verbrachte wohl so manch' schöne Stunden mit Lili Schönemann im Badetempel Metzler, auch Lili-Tempel genannt. Dass das Gebäude ursprünglich wo anders stand, stört heute keinen bei der Legendenbildung.


Das Mainufer in Offenbach

Streitfrage.


Das Isenburger Schloss, ein Schloss im Renaissance-Stil aus dem 16. Jahrhundert, das heute von der HfG genutzt wird


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