Montag, 17. März 2014

Eat The World Nordend-Tour Teil I

Nicht nur in Offenbach gibt es Touren durch die Stadt, auch in Frankfurt werden vergleichbare Projekte angeboten. Ich wurde freundlicherweise eingeladen, die Eat The World-Tour durch das östliche Nordend zu begleiten und dokumentieren. Außer mir gab es vergangenen Samstag noch acht weitere Teilnehmer, die erwartungsgemäß in Zweiergruppen kamen und Neu-Frankfurter sind bzw. in näherer Umgebung wohnen und Frankfurt auf diese Art besser kennenlernen wollten. Angeführt wurde die Gruppe von Karen, einer "waschechten Nordenderin", wie sie betonte. Karen hatte viel Hintergrundwissen zu den verschiedenen Cafés, Läden und Sehenswürdigkeiten, an denen wir vorbeikamen. Außerdem kannte sie fast alle Besitzer der Geschäfte persönlich, in denen wir Kostproben naschen durften.



Treffpunkt war der Friedberger Platz. Karen erzählte vom Friedberger Markt, der sich zu DEM Happening freitags in Frankfurt entwickelt hatte, erläuterte aber auch die Probleme, die diese Outdoor-Party mit sich bringt: Lärmbelästigung, Urinieren in die Vorgärten, Verschmutzung. Bei Frankfurtern spalten sich die Meinungen, wenn es um den Friedberger Markt geht. Für die Begleiter der Tour war das ein ganz spannendes Thema und ich wage zu behaupten, dass sich alle mental eine Notiz machten, den Markt bei Gelegenheit mal aufzusuchen.
Danach deutete unser Guide auf das Haus, in dem auch das Harvey's untergebracht ist und erzählte, dass sich zwei berühmte Frankfurter hier früher eine WG geteilt hatten: Daniel Cohn-Bendit und Joschka Fischer. Der "rote" Dany war regelmäßig im Wasserhäuschen gegenüber zu Gast und scheute auch nicht davor zurück, seine Zigaretten nur im Bademantel bekleidet zu kaufen.


Unser erster kulinarischer Stop war vor der Bäckerei Kronberger in der Vogelsbergstraße. Karen berichtete, dass die Schlange vor der Bäckerei teilweise bis zur Straßenecke geht (wie auch vor der Kornkammer in der Rohrbachstraße!), weil das Brot so gut sei. Wir bekamen lecker saftigen Zitronenkuchen als Kostprobe. Die Zitronen dafür werden von den Azubis mit der Hand ausgedrückt.


Danach machten wir einen außerplanmäßigen Halt in dem tollen 100 auf der Friedberger Straße und die Gruppe stöberte mit großen Augen durch den Laden.


(yeah, coole Eintracht-Bilder!)


In der Egenolffstraße ging es schließlich in ein Hinterhaus zum Familienbetrieb. Dieses Café ist, wie der Name schon vermuten lässt, auf Eltern mit kleinen Kindern zugeschnitten, die dort ein eigenes Spielzimmer haben. Originellerweise gibt es vor dem kleinen Restaurant einen überdachten Kinderwagenparkplatz. Im Familienbetrieb selbst wurde uns vom Team eine hausgemachte Maultasche in Grüner Soße serviert.




Im italienischen Feinkostgeschäft Olive unweit der Berger Straße aßen sich die ersten unserer Truppe (mich eingeschlossen) schon fast satt. Die Besitzerin stellte uns zwei große Platten mit drei verschiedenen Käse- und vier verschiedenen Wurst- und Schinkensorten zusammen. Lecker! Jeden Samstag gibt es hier übrigens frische Pastéis de Nata, kleine, portugiesische Blätterteigtörtchen.

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