Sonntag, 17. August 2014

Im Herzen Afrikas

Bahnhofsviertel, Gutleutstraße 13 (U-Bahn Willy-Brandt-Platz)
Öffnungszeiten: Mo-Sa 18:00-01:00, So 16:00-22:00 Uhr
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Das Herzen Afrikas gehört seit vielen Jahren zu DEN Dauerbrennern in der Frankfurter Gastronomie und ist auch wirklich immer voll belegt - selbst an einem gewöhnlichen Montag Abend ist es schwierig, noch einen Platz zu bekommen. Das freundliche und aufmerksame Team ist aber durchaus gewillt, zu improvisieren und erweitert mit einem kleinen Tisch und Hockern einfach die Terrasse für uns. Wer drinnen sitzt, den trifft es auch nicht schlecht: Der Boden des Restaurants ist mit Sand bedeckt, niedrige Tische, Kissen und der Mangel an Fenstern tragen zu einer gemütlichen, höhlenartigen Atmosphäre bei.

Die Guaveschorle (3,00 €) ist eher unspektakulär (nächstes Mal doch lieber Mango!), dafür wird der tansanianische Schwarztee in einem hübschen, gusseisernen Kännchen und mit Kandiszucker serviert. Beim Essen müssen wir nicht lange überlegen: Es soll die gemischte Platte, quasi einen afrikanischen Tapasteller, für einen Zehner pro Kopp geben. Auf der Variante für zwei Personen findet sich einiges. Der Eisbergsalat hat ein dezentes, schmackhaftes Dressing, ist wie Eisbergsalat aber so ist - etwas langweilig, da überzeugt der milde Spinat schon mehr. Nicht wirklich unser Fall ist Alicha, Kartoffeln, Karotten und Paprika, da das Gericht erstaunlich nichtssagend ist (das bekommt auch ein Hobbykoch hin), dafür aber ist Timtimo, würzige Linsen in Tomatensoße, ein echter Kracher. Auch das zugleich zarte wie herzhafte Lammfleisch überzeugt und das scharfe Dorho, Hähnchen in Tomatensoße ist der heimliche Sieger des Abends. Dazu gibt es eine Menge Fladenbrot aus Sauerteig, denn im Herzen Afrikas ist - ganz authentisch - Handarbeit gefragt. Dank der Tücherbox und einem großen Waschbecken im Innenraum gegenüber der Theke ist mit den Händen essen aber eine spaßige Angelegenheit.
Pappsatt bestellen wir den Joghurt mit Couscous (wahlweise mit oder ohne Rosinen) für 2,90 €, der allerdings weniger spannnend ist, als er klingt - es handelt sich nämlich um einen gewöhnlichen Joghurt, dem Couscous beigegeben wurde. Beim nächsten Mal bleiben wir bei den Hauptspeisen, die sind nämlich mit kleinen Abstrichen wirklich empfehlenswert - und günstig allemal! (Auch das Ful, Bohnen, Paprika und Feta, habe ich in sehr guter Erinnerung.)




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